Frank Dunker

Neue Mitarbeiter erfolgreich onboarden

Mitarbeiter für ein Unternehmen zu finden, ist die eine Sache, sie zu halten, ist die andere. Hier spielen viele verschiedene Faktoren ineinander, die sich darauf auswirken, ob ein neuer Mitarbeiter tatsächlich langfristig im Betrieb bleibt oder nicht. Mit anderen Worten: Das Mitarbeiter-Onboarding ist extrem wichtig, um Fachkräfte zu halten. Worauf es dabei ankommt und wie ein erfolgreiches Mitarbeiter-Onboarding garantiert klappt, erfährst du in diesem Beitrag.

Mitarbeiter-Onboarding ist ein Prozess

Ein neues Teammitglied von heute auf morgen einarbeiten? Wer das als Ziel hat, ist leider nicht auf dem richtigen Weg zu einem erfolgreichen Mitarbeiter-Onboarding. Denn die Zeit ist hier ein entscheidender Erfolgsfaktor. Konkret bedeutet das: Je mehr Zeit du dir und deinen neuen Teammitgliedern zum Onboarding gibst, umso wahrscheinlicher ist es, dass alles zu eurer beiden Zufriedenheit klappt.

Womit wir schon beim nächsten Thema wären: die emotionale Bindung. Für ein gelungenes Mitarbeiter-Onboarding sind Emotionen nämlich ein extrem wichtiger Faktor. Denn nur, wer sich emotional mit einem Unternehmen verbunden fühlt, ist bereit, sich voll und ganz in seinen Job einzubringen. Für das Gelingen von Projekten, für die Arbeitsatmosphäre und nicht zuletzt für die Wirtschaftlichkeit des ganzen Betriebes ist das ein maßgeblicher Punkt.

Mit emotionaler Bindung zum Erfolg

Statistisch gesehen verbringen wir rund 3.716 Tage unseres Lebens mit Arbeit. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Job gerne machen. Denn ein gesundes Leben hat unmittelbar mit einer gesunden Arbeitseinstellung zu tun – die wiederum stark vom Arbeitgeber abhängt. So sollte dieser im Idealfall bereits beim Mitarbeiter-Onboarding die Grundlage für ein angenehmes Arbeitsklima schaffen. Entscheidend ist es an dieser Stelle, von Anfang an eine emotionale Bindung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen aufzubauen. Wer sich nämlich seiner Arbeit verbunden fühlt, der bleibt.

Pola-Methode © Frank Dunker

Hier stellt sich nun eine Frage: Wie kann man diese emotionale Bindung schaffen? Die Antwort lautet: Storytelling. Denn um ein erfolgreiches Mitarbeiter-Onboarding durchzuführen, ist es hilfreich, Geschichten zu erzählen. Und damit kannst du schon bei der Stellenanzeige beginnen. Indem du hier zum Beispiel das Arbeitsklima beschreibst, die familiären Strukturen deines Unternehmens und sonstige Dinge, die deinen Betrieb besonders machen, gibst du einem potentiellen neuen Mitarbeiter spezielle Motive und Leitbilder an die Hand. Diese sprechen ihn emotional an und bilden die Basis für ein späteres, gelungenes Mitarbeiter-Onboarding.

Mitarbeiter-Onboarding ist mehr als Einarbeitung

Klar ist, wer neu in ein Unternehmen kommt, muss wissen, was seine Aufgaben sind. Die klassische Einarbeitung ist also ein wichtiger Bestandteil für das Mitarbeiter-Onboarding. Doch das ist längst nicht alles. Denn das Onboading ist auch dafür da, dass ein neuer Mitarbeiter die Möglichkeit bekommt, sich richtig einzuleben. Die reine Arbeit ist nämlich nur eine Seite für eine gelungene Identifikation mit dem Job. Ihr gegenüber steht – ganz groß geschrieben – der Wohlfühlfaktor. Der ist wesentlich dafür, dass Mitarbeiter zufrieden sind und lange im Unternehmen bleiben.

Damit das gelingt, ist es zudem wichtig, dass du eine feste Struktur verfolgst. Mitarbeiter-Onboarding ohne Plan führt leider nur in eine Richtung, und zwar in die Sackgasse. Deswegen solltest du dir vorher überlegen, was du in der Zeit des Onboardings erreichen willst. Welche Werte willst du vermitteln? Welche Ziele? Und was ist dir in der Zusammenarbeit deiner Teams wichtig? Fragen wie diese solltest du dir unbedingt vorher stellen, um einem Mitarbeiter gezielt zu zeigen, was du von ihm erwartest.

Bereit zum Mitarbeiter-Onboarding?

Diese Frage musst nicht nur du als Führungskraft oder Verantwortlicher dir stellen, sondern auch der oder die Neue im Team. Denn ein gelungenes Mitarbeiter-Onboarding hängt immer auch von der Bereitschaft beider, also vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber, ab. Für dich bedeutet das: Du musst die Voraussetzungen schaffen und eine entsprechende Basis legen, damit sich das Mitarbeiter-Onboarding erfolgreich durchführen lässt.

Keine Zeit, kein Erfolg! So einfach ist das tatsächlich. Denn nur wer beim Mitarbeiter-Onboarding auf Nachhaltigkeit setzt, kann am Ende die Lorbeeren ernten. Das heißt, je mehr Zeit du ins Mitarbeiter-Onboarding investierst, umso besser wird es funktionieren. Eventuell scheint das auf den ersten Blick unnötig. Doch auf lange Sicht wirst du garantiert merken, dass es sich lohnt, jedem Mitarbeiter genügend Zeit für das Onboarding zu geben. Und ganz wichtig: Bitte ohne Druck arbeiten. Jeder Mensch ist anders und braucht unterschiedlich lange, um sich an einen neuen Arbeitsplatz zu gewöhnen.

Das Warum entscheidet

Ein letzter wichtiger Punkt für ein erfolgreiches Mitarbeiter-Onboarding ist das „Warum?“. Denn beim Einführen in den neuen Job geht es nicht allein darum, zu erklären, wie bestimmte Dinge funktionieren, sondern auch, warum sie auf eine bestimmte Weise ausgeführt werden sollen. So lieferst du dem neuen Mitarbeiter Hintergrundwissen, was ihm dabei hilft, Abläufe besser nachvollziehen und schneller umsetzen zu können. Das fördert reibungslose Arbeitsprozesse und kommt am Ende dem ganzen Unternehmen zu Gute.

Pola-Methode © Frank Dunker

Du siehst also, dass ein gut durchdachtes und nachhaltiges Mitarbeiter-Onboarding von unschätzbarem Wert für deinen Betrieb ist. Nimm dir also die Zeit, neue Teammitglieder in Ruhe einzuarbeiten und gib ihnen die Möglichkeit, sich in deinem Unternehmen wohlzufühlen.

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