Frank Dunker

Mitarbeiter motivieren – 10 Tipps für eine bessere Mitarbeitermotivation

Schlechtes Wetter, rote Ampeln, volle Supermarktkassen, zu viel Arbeit… Ganz ehrlich, jeder kennt doch einen dieser Menschen, die immer über alles meckern. Im Privatleben lässt sich vielleicht noch darüber hinwegsehen, aber im Job? Da sind demotivierte Kollegen ein No-Go. Denn sie drücken die Stimmung im ganzen Team und darunter leidet am Ende die gesamte Arbeitsleistung. Nicht nur deswegen ist Mitarbeitermotivation ganz wichtig für ein zufriedenes und erfolgreiches Team. In diesem Beitrag erfährst du, mit welchen einfachen und effektiven Tipps du deine Mitarbeiter so richtig für ihren Job motivierst.

Darum kannst du Motivation nicht kaufen

Einfach zum Supermarkt gehen und eine große Portion Motivation kaufen, das wäre toll, ist aber leider nicht möglich. Denn Motivation ist individuell und hat bei jedem Menschen andere Auslöser. Darum kannst du sie weder kaufen, noch mit einem Pauschalrezept herbeiführen. So einfach ist das also nicht mit der Mitarbeitermotivation. Aber bevor du jetzt selbst demotiviert bist – keine Panik! Es gibt eine Lösung. Folgende zehn Tipps verraten dir, wie du es schaffst, deine Mitarbeiter zu besseren Leistungen zu motivieren.

1. Sei selbst ein Vorbild

Du kannst von deinen Mitarbeitern die tollsten Sachen verlangen. Doch wenn du sie selbst nicht vorlebst, kannst du auch nicht erwarten, dass andere sie umsetzen. Mit anderen Worten: Wenn du als Miesepeter und schlechtgelaunt durch die Büros streifst, werden deine Mitarbeiter bestimmt nicht vor guter Laune sprühen. Um also eine bessere Mitarbeitermotivation zu erreichen, solltest du mit bestem Beispiel voran gehen und selbst eine große Portion Motivation in deinen Arbeitsalltag einbringen. So lebst du deinem Team eine positive Arbeitseinstellung vor und motivierst andere, es dir gleich zu tun.

2. Definiere Ziele und Erwartungen im Team

Der Chef kaut alles vor und das Team führt nur aus? In Sachen Mitarbeitermotivation kommst du mit diesem Modell nicht weit. Denn wer nicht aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden ist und nur Befehle „von oben“ befolgt, ist nachweislich weniger motiviert, diese umzusetzen. Besser: Definiere Erwartungen und Jahresziele gemeinsam mit dem ganzen Team. So kann jeder seine Ideen und Vorstellungen einbringen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und wirkt wie eine Motivationsspritze.

3. Setze auf individuelle Motivatoren

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Nur ist das nicht immer dasselbe. Der eine Mitarbeiter legt Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance, ein anderer wünscht sich flexible Arbeitszeiten, der nächste freut sich über eine Bonuszahlung oder einfach einen guten Kaffee. Du siehst, die Motivatoren deines Teams können so unterschiedlich sein wie die Teammitglieder selbst. Deswegen solltest du in Sachen Mitarbeitermotivation auf individuelle Belohnungen setzen. Arrangiere dafür regelmäßige Mitarbeitergespräche, um dein Team noch besser kennenzulernen. Finde heraus, was den einzelnen Menschen antreibt und mit welchem Motivatoren du ihn zu noch besseren Leistungen bringen kannst. Zugegeben, das erfordert ein bisschen Arbeitseinsatz von dir. Doch am Ende lohnt es sich garantiert.

4. Traue deinen Mitarbeitern mehr zu

Du hast das Gefühl, jemand hat das Potential, schwierige Aufgaben zu übernehmen? Dann gib sie ihm. Denn Macht beflügelt – auch und gerade im positiven Sinne. Teilst du einem Mitarbeiter eine neue Aufgabe zu, so zeigst du, dass du ihm und seinen Fähigkeiten vertraust. Damit stärkst du sein Selbstbewusstsein und gibst ihm Energie, sich voll und ganz für den neuen Arbeitsauftrag einzusetzen. In Sachen Mitarbeitermotivation kannst du damit viel erreichen.

5. Fördere deine Talente

Jeden Tag ins Büro gehen und acht Stunden lang denselben Job machen? Diese Zeiten sind lange vorbei. Arbeitnehmer von heute möchten Abwechslung. Dazu gehört es auch, ihnen neue Herausforderungen zu bieten und ihre Talente weiterzuentwickeln. Um die Mitarbeitermotivation in deinem Team zu stärken, biete deinen Mitarbeitern Weiterbildungen an. Zeig ihnen, dass du an ihre Fähigkeiten glaubst und dass es dir wichtig ist, ihr Können zu fördern. Das schafft echte Motivation.

6. Achte auf eine klare Kommunikation

Ein Chef, der die Dinge heute so und morgen ganz anders sieht, ist leider kein guter Chef. Was deine Mitarbeiter wollen, ist jemand, an dem sie sich orientieren können. Dazu gehört, dass du eine klare Linie fährst und Wert auf eine transparente Kommunikation setzt. Beziehe alle Mitarbeiter in wichtige Entscheidungen ein und vermeide auf jeden Fall, dass jemand das Gefühl hat, außen vor zu sein. So fühlen sich alle im Team eingebunden und es gibt keinen heimlichen Flurfunk. Das schafft ein angenehmes Arbeitsklima und spielt dir in Sachen Mitarbeitermotivation in die Karten.

7. Finger weg von Bestrafungen

Wenn du das nicht machst, dann… Klingt wie aus einem schlechten Erziehungsratgeber, oder? Mit guter Mitarbeitermotivation hat es auf jeden Fall nichts zu tun. Denn (angedrohte) Bestrafungen erreichen eher das Gegenteil. Um deine Mitarbeiter zu motivieren, solltest du die Androhung negativer Konsequenzen auf keinen Fall in Betracht ziehen. Missachtet ein Mitarbeiter deine Erwartungen absichtlich, beraume besser ein Kritikgespräch unter vier Augen an und kommuniziere deutlich, was dir nicht gefällt und welche Verbesserungen du dir zukünftig wünscht.

8. Gib deinen Mitarbeitern Raum für Kreativität

Gerade im Job als Verkäufer kann ein bisschen Kreativität nicht schaden. Immerhin ist nicht jeder Kunde gleich und nicht alle Verkaufstechniken eignen sich für jedes Gespräch. Deswegen solltest du deinen Mitarbeitern genug Raum für Kreativität lassen. Denn enge Vorgaben schränken ein. Vertrau deinem Team und gibt ihnen ein bisschen Freiheit für ihren Job. Allein der Gedanke daran, neue Dinge und Techniken auszuprobieren, gibt der Mitarbeitermotivation einen riesigen Schub.

9. Vor Dritten kritisieren? Bitte nicht!

Kennst du auch diesen Albtraum, in dem du ohne Hose bei einem Termin erscheinst? Diese Angst hatte sicher jeder schon einmal. Genau das passiert jedoch, wenn du einen Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft kritisierst. Das ist unangenehm, demotivierend und ein Vertrauensmissbrauch. Setze für Kritik deswegen immer auf Vieraugengespräche. Das zeugt von Respekt und guter Mitarbeiterführung. So machst du auch aus einem Kritikgespräch das beste und sorgst dafür, dass die Mitarbeitermotivation trotzdem nicht leidet.

10. Erlaube Fehler!

Unternehmen aus den USA haben das „Trial and Error“-Prinzip bereits in ihren Alltag integriert. Denn Fehler sind per se nichts schlechtes. Nimm deinen Mitarbeitern deswegen die Angst, Fehler zu machen. Kommuniziere ihnen ganz deutlich, dass Fehler nichts schlimmes sind und dass sie zum Alltag eines Verkäufers dazu gehören (Stichwort: Kundenakquise). So agiert dein Team freier und du hast einen wertvollen Beitrag zur Mitarbeitermotivation geleistet.

Über 
Frank Dunker ist seit über 20 Jahren im Bereich Führung und Vertrieb aktiv. Mit der von ihm entwickelten Pola-Methode schafft er als Führungskräfte- und Verkaufstrainer nachhaltige Veränderungen bei seinen Auftraggebern.

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